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Fubo-therm MiniNopp

Fubo-Nopp Einbau– und Verarbeitungshinweise

1. Allgemeine Hinweise

Diese Einbauanleitung dient dem geschultem Fachpersonal dazu, das Fubo-Nopp System fachgerecht zu installieren und in Betrieb zu nehmen. Mitgeltende Unterlagen, Anleitungen aller Anlagenkomponenten sowie geltende technische Regeln sind einzuhalten.

2. Sicherheitshinweise

2.1 Bestimmungsgemäße Verwendung

Die Betriebssicherheit ist nur bei bestimmungsgemäßer Verwendung des Fubo-Nopp-Systems gewährleistet. Das System ist eine Flächenheizung/-kühlung mit dünnschichtigen Estrich und integrierten wassergeführten Rohren für den Neubau und die Modernisierung. Das Betriebsmedium sollte dem allgemeinem Stand der Technik entsprechen.

Der Einbau des Systems erfolgt als Verbundkonstruktion mit einer entsprechenden Ausgleichsmasse direkt auf bestehendem Bodenbelag oder Rohrfußboden. Es gibt eine Auswahl an Ausgleichsmassen verschiedener Hersteller, die nach deren Angaben für das Fubo-Nopp-System geeignet sind.

Jede darüber hinausgehende und/oder andersartige Verwendung des Systems gilt als nicht bestimmungsgemäß. Ansprüche jeglicher Art gegen den Hersteller und/oder seine Bevollmächtigten wegen Schäden aus nicht bestimmungsgemäßen Verwendung zählt auch die korrekte Einhaltung dieser Einbau-und Verarbeitungshinweise.

2.2. Gefahren die vom Einsatzort und Transport ausgehen können

Der Fall eines extremen Brandes wurde bei der Auslegung des Systems berücksichtigt. scharfe Kanten bergen Verletzungsgefahr, deshalb nur mit geeigneten Schutzhandschuhen anfassen. Die Bohrungen und Ecken sind ebenfalls scharfkantig.

3. Transport, Lagerung und Verpackung

3.1 Transportinspektion

Lieferung unmittelbar nach Erhalt sowie vor Einbau auf mögliche Transportschäden und Vollständigkeit unter- suchen. Falls derartige oder andere Mängel feststellbar sind, Warensendung nur unter Vorbehalt annehmen. Reklamationen einleiten. Dabei Reklamationsfristen beachten.

3.2 Verpackung

Sämtliches Verpackungsmaterial ist umweltgerecht zu entsorgen.

4. Prüfung der baulichen Voraussetzungen und vorbereitete Maßnahmen

Voraussetzung für eine funktionierende Verbundkonstruktion ist eine sorgfältige Überprüfung der Eignung des vorhandenen Untergrundes.

  • Unterkonstruktion auf ausreichende Tragfähigkeit prüfen
  • Ebenheiten nach DIN 18202 Tab. 3, Zeile 3 prüfen und falls erforderlich größere Unebenheiten ausgleichen
  • vorhandene Fugen sind zu übernehmen
  • Holzuntergründe müssen formstabil und fest mit dem Untergrund verbunden sein, Fugen und Löcher mit geeigneter Spachtelmasse verschließen (Herstellerangaben brachten)
  • trennende Substanzen (alte Bodenbeläge, Staub, Klebstoffreste) sind vom Untergrund zu entfernen
  • Untergrund muss rissfrei, fest, sauber und trocken sein
  • Haftbrücke abhängig vom Material des Altuntergrundes wählen (Herstellerangaben beachten)

5. Einbau

5.1. Randdämmstreifen anbringen

Randdämmstreifen

Schutzfolie entfernen und den Streifen mit den selbstklebenden Fuß auf den Untergrund drücken.

5.2. Noppenplatte verlegen

noppenplatte

Ca. 10 cm der Schutzfolie abziehen und umklappen. Noppenplatte inkl. Schutzfolie mit den halbrunden Stanzungen in der linken Raumecke anlegen. Schrittweise abziehen der Schutzfolie und andrücken der Platte auf dem Untergrund.

noppenplatte

Die nächsten Noppenplatten mit der Seite der halbrunden Stanzungen über die äußere Reihe der geschlossenen Seite stülpen. Platten verbinden gemäß der ersten Platte Schutzfolie entfernen.

5.3. PE-RT Kunststoffrohr 12x2mm verlegen

kunststoffrohr

Das PE-RT Kunststoffrohr entsprechende den Planungsunterlagen drallfrei verlegen.

5.4. Dehnfugen montieren

Bewegungsfugen im tragenden Untergrund sind auch im Heiz-/Kühlestrich als Fugen auszubilden.

6. Wasserdruckprobe

Vor dem Einbringen der Ausgleichsmasse muss eine Wasserdruckprobe nach DIN 1264 Teil 4 durchgeführt werden. Der Prüfdruck beträgt mindestens 4 bar und nicht mehr als 6 bar. Dieser Druck muss während der Einbringung der Ausgleichsmasse aufrecht erhalten bleiben. Es ist ein Dichtheitsprotokoll anzufertigen.

7. Ausgleichsmasse einbringen

ausgleichsmasse

Vor der Einbringung der Ausgleichsmasse ist die verlegte Fläche abzusaugen. Unmittelbar nach dem Verlegen ist die Ausgleichsmasse mit Estrichbesen und Schwabbelstange Nachzubehandeln.

8. Aufbauhöhen und geprüfte Ausgleichsmassen

Die Mindestüberdeckung ergibt sich, wenn das System als Verbundkonstruktion direkt auf bestehendem Bodenbelag oder Rohrfußboden ausgeführt wird. Die Gesamtaufbauhöhe beinhaltet nicht den Bodenbelag.

Zu den Ausgleichsmassen sind die jeweiligen Herstellerangaben bei Ausführung ohne Dämmstoffunterlagen zu beachten. Die Aufbauhöhen beziehen sich auf eine Verbundkonstruktion auf bestehendem Bodenbelag oder Rohrfußboden. Bei Ausführung mit zusätzlichen Dämmschichten sind die Angaben der Hersteller der Ausgleichsmassen zu beachten (z.B. Erhöhung der Mindestüberdeckung).

9. Funktionsheizen

Vor dem Verlegen des Bodenbelages ist das Funktionsheizen durchzuführen und in einem Protokoll nach Vorlage des Herstellers der Ausgleichsmasse festzuhalten.

Bis zum Beginn des Funktionsheizens ist eine Wartezeit nach Angabe des Herstellers der Ausgleichsmasse einzuhalten. Die Vorgaben des Herstellers der Ausgleichsmasse sind unbedingt zu beachten.

10. Oberbodenbelag

Nach dem Funktionsheizen und Feststellen der Belegreife kann ein für Fußbodenheizungen geeigneterBodenbelag verlegt werden. Zur Vorgehensweise sind die Hinweise der Hersteller zu beachten.